Geschichte

Die Platte Wiesbaden ist ein beliebtes Ausflugsziel im Naturpark Rhein-Taunus, das auf eine lange Geschichte zurückblickt. Die historischen Gebäude des Jagdschlosses und des Gasthofes gehen auf den nassauischen Herzog Wilhelm I. zurück, der sie 1823–1826 als Jagdwohnsitz errichten ließ.

Zahlreiche Gäste des europäischen Hochadels, wie Zar Alexander II., Zarin Maria Alexandrowna und Kaiserin Eugenie aus Frankreich wurden durch das imposante Jagdrevier und dem schönen Schloss angelockt, so dass die Platte gesellschaftliche Berühmtheit erlangte und schon früh auch den Bürgern des Herzogtums als Veranstaltungsort zur Verfügung stand.  

Die Lage wurde dem Schloss im Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis, als es am 3. Februar 1945 bei einem Luftangriff bis auf die Außenmauern zerstört wurde und nur die Ruine in den folgenden Jahrzehnten weiterbestand. 

Der Gasthof blieb verschont und konnte in der Nachkriegszeit seinen Betrieb wieder aufnehmen. Die Platte wurde trotz der Ruine schnell wieder ein beliebtes Ausflugsziel und diente vor allem Familien und Sportlern aus der Region am Wochenende als Naherholungsgebiet. 

Die Ruine des Jagdschlosses wurde Ende der 1980er-Jahre von einer Stiftung in Teilen wieder nutzbar gemacht. 2003 erhielt sie ein schützendes Glasdach und steht seit April 2007 wieder für Veranstaltungen zur Verfügung.
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